Spielberichte, Auswertungen und Ergebnisse
1.Herren: 18.Spieltag, 3. Bundesliga - Ost, Saison 2010 / 2011 - Classic-Kegeln
ESV Lok Elsterwerda , 5317 - 5332 , SV Semper Berlin
Am letzten Spieltag der Saison reisten die Semperaner ins Brandenburgische nach Elsterwerda. Für Semper waren schon alle Messen gesungen, egal wie das Spiel ausgehen würde, man beendet die Saison auf jeden Fall auf Platz 6. Aber für Elsterwerda ging es noch um alles und deswegen hatte die Partie ihren Reiz und Semper wollte sich zum Schluss nochmal gut verkaufen. Jedenfalls hatten alle drei Abstiegskandidaten ein Heimspiel (Elsterwerda - Semper, Brehna - Magdeburg und Nerchau - Elsterwerda) und wenn Brehna und Nerchau gewinnen sollten und Elsterwerda verlieren, dann wäre Elsterwerda neben Kleeblatt II der zweite Absteiger.
Das Startpaar bildeten, wie schon in den letzten Spiele, Mathias Noack (932 Kegel, Tagesbester) und Sascha Bräuer (886). Matze zeigte einmal wieder seine Klasse und wurde mit einem Durchschnittsergebnis von 975 der Schnittbeste der 3.Bundesliga. Ein Beweis seiner Klasse war u.a. das er die drei ersten Bahnen jeweilis mit 48,51 und 54 begann und am Ende doch noch bei über 930 landete. Sascha konnte vor allem von seiner ersten Bahn zehren, wo er 245 erreichte. Leider reichte es nicht ganz für die 900, trotzdem ist es auf den doch etwas schweren Bahnen mit dicken Kegel, ein guten Ergebnis. Das Startpaar von Elsterwerda mit Uwe Scheibe (890) und Robert Groschopp (910) konnte nicht ganz so, wie gewollt, gegenhalten und deswegen kam ein Vorsprung für Semper raus.
Nico Gierspeck (903) und Ersatzspieler Torsten Lessmann (867) gingen für Semper im zweiten Durchgang an den Start. Nico konnte endlich mal bei den Fehlwürfen (nur 2) überzeugen und wurde mit der 900-Marke belohnt. Lessie spielte sehr stark und wurde seiner Saisonbestleistung belohnt, aber ein paar Konzentrationsschwächen auf der letzten Bahn verhinderte ein noch besseren Ergebnis. Da die beide Berliner gegen Günter Horn (860) und Rüdiger Werner (898) Kegel herausholen konnten, wuchs der Vorsprung auf 30 Kegel.
Somit war auch noch vor dem letzten Durchgang mit Wolfgang Zinow (853) und Thomas Prill (891) immer noch viel Spannung in der Partie. Vor allem Wolle sorgte dafür, dass man nicht noch weiter den Vorsprung ausbauen konnte, da er nach den ersten 100 Wurf nur 406 an der Anzeigentafel stehen hatte. Zum Glück konnte er sein Ergebnis mit einer starken dritten Bahn noch einigermaßen retten. Eigentlich war Thomas heute auch auf 900-Kurs, aber da machten ihm heute seine Fehlwürfe einen Strich durch die Rechnung. Ganze 19 Stück machte er, man bedenke, was er für ein Ergebnis ohne Fehler haben könnte. Auch Elsterwerda hatte ein gutes und schlechtes Ergebnis in diesem Durchgang und wechselte sogar aus. Benjamin Kube (407) wurde nach 100 Kugeln durch Jens Horn (439) ersetzt. Martin Exner (913) erreichte dagegen die Bestleistung für Elsterwerda an diesen Tag.
Da auch dieser Durchgang wieder sehr eng war, konnte Elsterwerda den Rückstand nicht mehr aufholen und so gewann Semper Berlin mit 5317 zu 5332. Nachdem man kurz nach Spielende hörte, dass Elsterwerda nicht absteigen muss, da Nerchau ebenfalls verloren hatte, wurde es für beide Mannschaften ein schöner Spieltag und man beglückwünschte Elsterwerda.
Somit erreichte Semper Platz 6 mit einem ausgeglichenen Punktekonto. Wenn man auf die Serie zurückblickt, dann waren da doch 2 Auswärtsniederlagen mit weniger als 30 Kegel und eine unnötige Heimniederlage mit 10 Kegel. Dadurch das Mücheln und Zerbst nicht aufsteigen darf, hätte man mit etwas mehr Fortune sogar um den Aufstieg mitkämpfen können.
Glückwunsch an Zerbst zur Meisterschaft und an Senftenberg zum Aufstieg. Viel Erfolg wünsche ich Kleeblatt und Nerchau im Kampf um den Wiederaufstieg.
Patrick Gulbin
Spielbericht: ESV Lok Elsterwerda : SV Semper Berlin
| Uwe Scheibe |
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890 |
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Sascha Bräuer |
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886 |
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| Robert Groschopp |
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910 |
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Matthias Noack |
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932 |
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| Günter Horn |
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860 |
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Torsten Lessmann |
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867 |
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| Rüdiger Werner |
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898 |
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Nico Gierspeck |
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903 |
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| Martin Exner |
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913 |
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Thomas Prill |
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891 |
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| Benjamin Kube |
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407 |
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Wolfgang Zinow |
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853 |
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| J. Horn |
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439 |
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Bilder: 18.Sptg 3.Buli-Ost Elsterwerda-Semper
Kegelberichte der anderen Mannschaften:
Trotz Niederlage - ESV schafft Klassenerhalt | ESV Lok Elsterwerda - SV Semper Berlin 5317:5332
(Martin Exner)Elsterwerdas Bundesligakegler haben ihr großes Ziel, den Klassenerhalt in der 3.Bundesliga, in einem packenden und außergewöhnlichen Saisonfinale erreicht. Zwar verlor die Mannschaft von Kapitän Uwe Scheibe gegen die Gäste aus der Hauptstadt, aber der Auswärtssieg des SV Senftenberg beim Nerchauer SV spielte Lok entsprechend in die Karten. Als dieses Ergebnis Minuten nach Spielende bekannt wurde, brachen in Elsterwerda alle Dämme. Freudentränen, Erleichterung und Glückwünsche der Berliner. Ein unbeschreiblich großer und glücklicher Moment für alle ESV-Anhänger. Damit kehrt Senftenberg nach einem Jahr Abstinenz in die 2.Bundesliga zurück. Nerchau und Kleeblatt Berlin II steigen ab.
Semper Berlin fand den besseren Start in diese Partie. Sascha Bräuer (886) begann gegen Uwe Scheibe mit starken 246 Kegeln. Der zeigte sich leicht beeindruckt und machte ungewöhnlich viele Fehler. Nach und nach konnte er aber aufschließen und sich dank 890 Kegeln (619 Volle, 271 Abräumer) ein leichtes Plus erkämpfen. Im anderen Duell traf Robert Groschopp (910/610/300) auf Matthias Noack (932/610/322), den besten Spieler der Liga. Bis zur letzten Bahn waren beide auf Augenhöhe und begeisterten die Massen mit tollen Wurfserien. Erst dann konnte sich der Berliner etwas absetzen und mit der Tagesbestleistung dafür sorgen, dass Semper nach dem ersten Durchgang mit 18 Kegeln vorne lag.
Im Anschluss blieben die Gäste mit Torsten Lessmann (867) und Nico Gierspeck (903) weiter tonangebend. Elsterwerda hatte Mühe und Not. Günter Horn (860/597/263) fehlte oftmals das Quäntchen Glück in den Abräumern. Rüdiger Werner (898/598/300) hielt die Begegnung offen und zeigte ein gutes Spiel gegen den starken Gierspeck. Der Rückstand für den ESV betrug jetzt 30 Kegel. Die Anspannung war mittlerweile auch im voll besetzten Zuschauerraum spürbar.
Der ESV schickte jetzt seine beiden Juniorenspieler ins Rennen. Während Martin Exner (913/595/318) den nötigen Druck auf die Kontrahenten Thomas Prill (891) und Wolfgang Zinow (853) aufbauen konnte, brach Benjamin Kube (407/302/105) auf den ersten beiden Bahnen nach jeweils starken Vollen förmlich ein. Auch Zinow kam nur auf 406 Kegel über die ersten 100 Wurf. Lok ließ in dieser hitzigen Phase die Chance ungenutzt, am Gegner vorbeizuziehen. Uwe Scheibe reagierte und wechselte Jens Horn (439/291/148) für Kube ein. Aber auch das brachte keine Wende mehr in diesem Spiel.
(
http://www.esvlokelsterwerda.de)
Magdeburg verpasst nur knapp einen Auswärtserfolg
(D. Hecht)In einem hochdramatischen Saisonfinale verpassten die Kegler des MSV 90 nurdenkbar knapp einen Auswärtserfolg beim Liganeuling TSV Blau-Weiß Brehna. Mit5.361 : 5.358 Holz hatten die Lemsdorfer nach einer spannenden Partie mit nur 3Punkten das Nachsehen, halten jedoch trotzdem den guten 4. Tabellenplatz. Diejunge Brehnaer Mannschaft hatte es nach einer guten Vorrunde versäumt, sich insicheres Fahrwasser der Tabelle der 3. Bundesliga Ost zu begeben und waren vordem letzten Spieltag nun doch noch potenzieller Abstiegskandidat. Magdeburgkonnte bei einem Sieg und etwas Schützenhilfe aus Nerchau noch den 3. Platzerreichen, welcher den Aufstieg zur 2. Bundesliga bedeuten würde. So hattenbeide Teams trotz voller Konzentration auf das eigene Spiel auch immer ein Augeins sächsische Nerchau, wo der aussichtsreichste Aufstiegskandidat SVSenftenberg zu Gast war.
Wieder einmal plagten die Elbestädter Personalsorgen und der MSV musste mitlediglich 6 Spielern in Brehna antreten. Der gastgebende TSV hatte nahezu alleMann an Bord und wollte auch gleich von Beginn an Zeichen setzen. Dies gelangnur bedingt, denn Ulf Wunderlich (898) und Maik Siegemund (890) hielten auf denanspruchsvollen Bahnen mit. Bobby Keller (930) und Robert Schmidt (884)erkegelten einen knappen Vorsprung von 26 Holz für die Blau-Weißen.
Der zweite Durchgang schien eine Vorentscheidung zu Gunsten der Gastgeber zubringen. Dirk Sommermeyer (836) und Steffen Blumtritt (886) mussten die BrehnaerSasse (931) und Lehmann (882) weit davon ziehen lassen. Beim Anhang des TSVstellte sich schon Siegesstimmung ein, denn 117 Punkte Vorsprung sollten doch imSchlussdurchgang locker zu verteidigen sein. Doch die Hausherren hatten wohlnicht mit dem Siegeswillen des MSV-Schlussduos gerechnet. Dirk Hecht (941) undGerhard Piekacz (907) wussten die TSV-Anlage zu spielen und steigerten sich vonBahn zu Bahn. Brehna mit Neuendorf (859) und Bauer (875) zeigte sich beeindrucktund geriet immer weiter unter Druck. So fiel die Entscheidung über Sieg oderNiederlage tatsächlich mit dem allerletzten Wurf. Hecht spielte mit seinervorletzten Kugel noch einen Neuner, konnte noch einmal aufs volle Bild spielen,traf aber 4 Kegel zu wenig.
Kurze Zeit später traf dann noch die Nachricht über den Senftenberger Sieg inNerchau ein und die Erleichterung und der Siegesjubel der jungen Brehnaer Keglerkannte nun keine Grenzen mehr. Magdeburg darf trotzdem mit der tollen Saison2010/11 hoch zufrieden sein. Der erreichte 4. Tabellenplatz, trotz einigerVerletzungs- und Personalsorgen, bedeutet das beste Abschneiden der Elbestädterseit Jahren. Brehna hält mit diesem Wimpernschlagfinale die Liga und darf füreine neue Saison 3. Bundesliga planen. Verdienter Aufsteiger zur zweiten Ligaist der SV Senftenberg, der mit seinem Auswärtserfolg den SV Nerchau zurück indie sächsische Landesliga befördert.
http://www.magdeburgersv90.de
Abschied aus der Bundesliga
(Thomas Specht)Alles andere als eine klare Niederlage in Zerbst wäre einem mittelgroßen Wunder gleich gekommen, und so nahm das Spiel auch seinen erwarteten Verlauf. Schon nach dem ersten Durchgang lagen wir mit rund 200 Holz hinten. Das sollte sich dann bis zum Schluß auf 530 Zähler addieren, aber trotzdem sind wir mit unserer Leistung nicht unzufrieden: ein Jürgen Drechsler in Normalform und wir hätten die 5400er Grenze locker geknackt. In dieser Saison waren wir nur einmal besser und das war in Roßlau. Was muß man noch erwähnen? Udo Volkland spielte hervorragende 1061 Holz und unser Lutz Hohmann konnte seine persönliche Bestleistung auf gute 927 Holz steigern, Bester bei uns wurde Heinz mit 929.
Wie geht es nun weiter? Zerbst darf nicht aufsteigen und wir müssen absteigen. Also: Landesliga - wir kommen, fürchtet euch schon mal.
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http://www.kleeblatt-berlin.de/)
Hochklassiger Kegelsport auf den Bahnen des ESV Roßlau 51 e.V.
(Henry)Der letzte Spieltag der Saison 2010/2011 der 3. Bundeliga-Ost, Herren, wurde am letzten Samstag für die „Roten Teufel“ auf ihren Heimbahnen ausgetragen. „Nach einer durchwachsenen Saison konnten die Roßlauer zumindest ihr Minimalziel, eine ausgeglichen Punktebilanz – vor allem aber, die weiße Heimweste, erreichen“ – so Mannschaftsleiter Henry Hennig während der Verabschiedung. Doch es sah über lange Zeit nicht so aus, auch dieses letzte Heimspiel zu gewinnen, was in den vergangenen Auftritten der Heimmannschaft sehr eindrucksvoll gelang. Reinhard Hey, Käpt’n der Gastmannschaft vom SV Geiseltal-Mücheln 2, meinte zur Eröffnung, angesichts der zuletzt gezeigten Ergebnisse von Euch, wird es wohl eher kein spannender Wettkampf werden. Doch er sollte sich irren.
Von Beginn an sahen sich die Hausherren einer starken Gegenwehr der Gäste Jörg Zunkel und Andrè Witte ausgesetzt. Jens Sobeck und Wolfgang Grötzner begannen auf Seiten der Gastgeber den Wettkampf. Während Jens sein Spiel doch sehr überzeugend ablieferte, war bei Paule heute fast nichts wie gewohnt. Es war einfach nicht sein Tag – nur wenige Würfe gelangen in von ihm sonst überzeugender Manier. Dennoch erkämpfte er sich heute sehr gute 984 Kegel. Doch mit diesem Ergebnis mußte er seinem direkten Gegenspieler viele Holz überlassen. Andrè Witte, aktueller Einzelbahnrekordhalter, überzeugte auch heute wieder, begann sehr ausgeglichen und steigerte sich dann im weiteren Verlauf. Mit 1061 Kegel wurde er heute Tagesbester. Jens konnte gerade auf den Paradebahnen den Grundstein zu seinem hervorragenden Ergebnis legen. Mit 1024 Kegel kann er sich jetzt mit dem Teufel „einen schönen Sommer“ machen. Sein Gegner Jörg Zunkel erkämpfte sich ebenfalls sehr gute 974 Kegel. Die Gäste konnten den ersten Durchgang mit 27 Kegel Plus für sich entscheiden.
Im Mittelpaar standen sich dann Pierre Lindner und Henry Hennig den Gästen Reinhard Hey und Hans‑Werner Jahnke gegenüber. Auch in diesem Durchgang ging es heiß her. Pierre fehlte es heute an der von ihm gewohnten Lockerheit in seinem Spiel. Er mußte um jedes Holz kämpfen. Vielleicht war es auch der Situation geschuldet, daß sein Gegner furios begann. 8-er und 9-er Serien ließen die Gäste kaum verstummen. Aber Pierre kämpfte sich durch seinen Wettkampf. Nicht zufrieden mit seinem heutigen Ergebnis und um jedes Holz kämpfend, mußte er Reinhard ziehen lassen – 928 Kegel für ihn waren heute das Maß der Dinge. Auf Seiten der Gäste konnte ein weiterer hervorragender 1000-er bejubelt werden – 1033 Kegel standen für Reinhard Hey am Ende an der Anzeige. Auch bei Henry lief es nicht so. Besonders in den Abräumern ließ er wertvolle Punkte liegen, viele Bilder wurden nur einzeln abgeräumt. Aber auch er überzeugte durch ungebrochenen Kampf. Er konnte den Rückstand zu seinem Gegner Hans-Werner Jahnke sogar fast wettmachen. Am Ende standen für ihn 930 Kegel im Spielbericht. Sein Gegner erspielte sich sehr gute 933 Kegel. Langsam wurde es bedrohlich, das ausgesprochene Mannschaftsziel, HEIMSIEG, zu verwirklichen, denn die Gäste konnten ihrerseits den Vorsprung auf 135 Kegel ausbauen.
Die letzten Akteure betraten die Läufe mit viel Zuversicht und „dem Rest der Heimmannschaft im Rücken“, das Spiel noch zu drehen. Frank Abel und Ron Seidel setzten von Beginn an alles daran, die begehrten 2 Pluspunkte zu erkämpfen. Für die Gäste Andreas Preßler und Matthias Keck (963 Kegel) wurde dieser Durchgang wie „ein Ritt durch die Rote Hölle“. Ein ums andere Mal wurden sie von den Roßlauer Schlachtrufen „befeuert“. Schon nach der ersten Bahn sah es für die Gastgeber freundlicher aus – nur noch 17 Kegel Differenz. Andreas Preßler (258 Kegel) mußte sich dann auch noch eingestehen, daß für ihn heute gar nichts geht – für ihn beendete Reinhard Frenzl (560 Holz) den Wettkampf. Wie schon Pierre und Henry, lieferten auch Frank und Ron einen geschlossenen Paarkampf. Auch wenn nicht alles klappte, sie überzeugten den gesamten Wettkampf. Beide konnten sich auch heute wieder im „Club der 1000-er“ verewigen. Beide hatten sogar die Möglichkeit den Teufel zu erringen, doch es sollte für beide letztendlich nicht ganz reichen. Dennoch, beide spielten einen überzeugende Wettkampf, Frank-1016 Kegel und Ron 1012 Kegel. Sie ließen den Gästen keine Chance mehr.
Wie in der Mannschaftsbesprechung, kurz vor Beginn des Wettkampfes abgestimmt, war das ausgegebene Teamziel ein Mannschaftssieg der „Roten Teufel“ am heutigen Tag – egal mit welchem Ergebnis, denn „Hier gewinnt nur einer, der ESV sonst keiner!“.
Das Spiel endete mit 5894 - 5782, einem Plus von 112 Kegeln.
Die Ergebnisse in der Übersicht:
für Roßlau: J. Sobeck 1024; W. Grötzner 984; P. Lindner 928; H. Hennig 930; F. Abel 1016; R. Seidel 1012
für Geiseltal-Mücheln: J. Zunkel 974; A. Witte 1061; R. Hey 1033; H.-W. Jahnke 933; A. Preßler / R. Frenzl 818; M. Keck 963
Mit diesem Heimsieg haben die Mannen um Henry Hennig zwar nur das Minimalziel erreicht, doch angesichts der seit Beginn der Saison permanenten Personalnot, ein einträgliches Ergebnis. Der ESV beendet diese Saison auf Platz 5 der Tabelle.
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http://www.esv-rosslau.de)
Es ist vollbracht ! Auswärtssieg und Aufstieg in die 2. Liga !!!
Jens LehmannNerchauer SV gegen SV Senftenberg 5481 Kegel zu 5560 Kegel
Die Kegler der I. Herrenmannschaft des SV Senftenberg haben am vergangenen Wochenende eine wahrhaft historische Leistung vollbracht – der Aufstieg in die zweithöchste deutsche Kegelsportliga, die 2. Bundesliga, wurde sportlich mit einem nie gefährdeten Auswärtssieg beim Nerchauer SV erkämpft. Die Niederlausitzer krönen damit eine fantastische Serie, in der mannschaftliche Konstanz auf hohem Niveau und herausragende Einzelleistungen immer wieder spielentscheidend waren. Die Gastgeber aus Nerchau müssen nach dieser Heimniederlage den Gang in die Sachsen-Liga antreten und stehen als Absteiger fest. Senftenberg gewinnt in Nerchau mit 5560 Kegel zu 5483 Kegel.
Der SV Senftenberg wollte sich in diesem alles entscheidenden Spiel nicht auf die Schützenhilfe der Konkurrenz verlassen, es wurde umgestellt. Im Startdurchgang sollten Sven Seiffert (985 Kegel) und Jens Harder (983 Kegel) sofort auf Angriff spielen und die Nerchauer Kegler an die Leine legen. Aber, was beide dann sofort mit den ersten Würfen auf die Bahnen brachten, war wirklich meisterlich. Harder demontierte seinen direkten Gegenspieler gleich auf der ersten Bahn, Seiffert blieb dem nicht viel schuldig und konterte auch den nominell besten Nerchauer Kegler aus. Senftenberg übernahm sofort die Initiative und ließ auch keinen Zweifel aufkommen, wer heute und hier Sieg und Punkte beansprucht. Zumal es ja für Nerchau um das eigene Überleben in der 3. Bundesliga ging. Bereits 80 Kegel Vorsprung nahmen Mario Peßolat (915 Kegel) und Jens Lehmann (889 Kegel) mit in den Mitteldurchgang. Auch hier hatten die Gastgeber immer wieder das Nachsehen, obwohl die beiden Senftenberger nicht drückend überlegen agierten. Spielentscheidend war das Anwachsen des Vorsprunges auf 160 Kegel. Diesen Vorteil ließen sich die beiden Senftenberger Schlußspieler Steffen Kretzschmar (907 Kegel) und Olaf Neumann (881 Kegel) nicht mehr aus der Hand nehmen. Nerchau setzte zwar noch einmal zum Schlußspurt an, doch mehr als Ergebniskorrektur gelang ihnen nicht. Sicher und souverän brachten Kretzschmar und Neumann den Vorteil der eigenen Farben ins Ziel. Zum Schluß war nur noch Jubel über den gesicherten Aufstieg in die 2. Liga bei den Senftenberger Keglern, Nerchau muß sich mit der Realität des Abstieges beschäftigen.
Der SV Senftenberg hat sich mit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga in der Spitzengruppe des deutschen Kegelsports etabliert und freut sich auf eine bevorstehende Saison in der 2. Bundesliga mit großem Kegelsport in der Lausitz.